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Posts Tagged ‘San Francisco’

Straße der Krabben

In Reisetipp, Weltreise on 5. Juni 2009 at 10:31 am

Krabben in Auslage in San Francisco
Der Pier 39 in San Franciscos Hafen ist berühmt. Unter dem Namen Fisherman’s Wharf bekannt, siedelten hier anfang des 20. Jahrhunderts italienische Fischer und noch bis zum zweiten Weltkrieg wurde der Pier von Fischern genutzt. Der gesamte Hafen San Franciscos gehörte mal zu den größten der USA, bis die Piers und Fahrrinne zu klein für die großen Containerschiffe wurden, die nun Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bay ansteuern. Nun ist der Fisherman’s Wharf eine Touristenattraktion, voller Geschäfte und ohne Charme oder Herz. Einzig alleine die bekannten Robben direkt am Pier sind charmant, scheren Sie sich doch weder um Ausflugboote oder Touristen. Sie haben sich dort einfach angesiedelt.

Reisetip

Geht man ein paar Meter Richtung Ghiradelli’s und Strand, nehmen die Touristenmassen plötzlich aus unerfindlichem Grund ab. Und man betritt einen Straßenzug, der doch sehr an Honkong oder Bangkog erinnert. Garküchen mit vollgestopften Auslagen und kleine offene Restaurants drängen sich nah aneinander. Angeboten wird frischer Fisch und Krabben, sowie der berühmte Clam Chowder. Diese Krabben und Fischsuppe wird in einem ausgehöhlten Brot serviert. Aus jeder Ecke dringt der Duft frisch angebratenen Knoblauchs, der zu den großen roten Dungen Krabben gereicht wird.

Die Straße der Krabben

Wenige Schritte weiter erreicht man schon das Ende dieser anderen Welt. Aber man ist ja in San Francisco. Schnell in die Straßenbahn (nicht Cable Car…) und man kommt nach Chinatown…..

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China in den Straßen

In Uncategorized on 8. Februar 2009 at 9:39 am

Chinesischer Mann in San Francisco China Town

Chinesen gehören in jeder Stadt in den USA zum festen Repertoire. In New York ist das original Chinatown aber mittlerweile nicht mehr in Manhatten zu finden. In Los Angeles gibt es ein paar Straßen, gestaltet für Touristen und ausgestattet mit ein paar gelangweilten asiatischen Geschäftsleuten, die den üblichen Nepp verkaufen. Geht man in San Francisco durch das „Dragon Gate“ so erwartet einen genau die selbe tourisische Verkaufsveranstaltung.
Ein paar Straßen abseits aber findet man keine kitschigen roten Lampions, sondern dafür echte Chinesen. Plötzlich tauche ich ein in eine andere Welt, mitten in der so sympatischen amerikanischen Stadt. Die Schilder an den Geschäften kann ich nicht mehr lesen, die Auslagen der Läden breiten sich unordentlich auf den Bürgersteig aus. Menschenmassen wuseln die Straßen entlang. Ausgebreitet sieht und riecht man exotische Gewürze. Dinge deren Ursprung ich lieber nicht wissen will werden in Gläsern und Tuben als Medizin angeboten. Nicht nur die Farbe der Häuser blättert ab, auch die Armut der Menschen nimmt zu. Traurige Augen blicken auf die wenigen Touristen, die sich hierher verirren. Der Rauch der Zigaretten nimmt oft den Atem. Dennoch verströmt dieser Ort eine besondere Stimmung. Ein Heim für die Menschen hier, geschaffen weit weg von Zuhause. So ist der Mensch, er baut sich seine eigene Welt gefangen in dem was er von klein auf kennt.

Geschäfte in China Town San Francisco

Diese Welt ist abgeschottet. Das Gefühl kommt auf, dass so manche der Menschen hier ihr Viertel noch nie verlassen haben. Skeptische Blicke begleiten mich auf dem Weg durch die Straßen. Ich gehe einen Schritt weiter und verlasse China innerhalb von fünf Schritten. Die Gerüche hängen noch an mir, als ich um die Ecke in die Wolkenkratzer des Financial District biege. Keine Chinesen mehr weit und breit, dafür ein Starbucks und Menschen im Anzug. Das ist die Welt in der ich zuhause bin. Welche Welt würde ich mir bauen?

Gemüse und Gewürze in China Town