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Über den Wolken

In Weltreise on 12. Juni 2009 at 6:01 pm

Wolken im Himalaya
Über den Wolken zu sein ist in der heutigen Zeit nichts mehr besonderes. Tagtäglich fliegen hunderttausende von A nach B für ein paar Euro und jedesmal schaut man desinteressiert von oben auf die weiße Pracht.

Doch zu Fuß einen Berg zu erklimmen, durch die Wolke selber aufzusteigen, den Wind und Nebel zu ertragen und dann oben durchzubrechen in die blaue Welt oberhalb der Wolken ist ein erhabenes Gefühl. Selten ergibt sich die Gelegenheit für Otto Normalbürger, selten spielt die Witterung mit. Zweimal durfte ich es erleben, in den schnöden östereichischen Alpen und in der Schweitz. Beides mal „nur“ auf 2.500 m. Wie Inseln schauen dann die Spitzen der Berge aus der Wolkenschicht, die sich wie langsam treibende Watte unter einem befindet.

Reiseplanung

Da man diesen Anblick nicht vergisst, steht nun Nepal ganz groß auf meiner Wunschliste für die anstehende Weltreise. Bergriesen, Klöster über Felsabgründen, im Wind flatternde Gebetsfahnen… und Wolken direkt unter mir.
Die politische Lage Nepals und die Sicherheit ist dabei ein Thema, zwar war lange alles ruhig, aber gewisse Unwägbarkeiten wie es das tavelwiki sagt sind gerade im Moment gegeben. Mal sehen wie es in 1 1/2 Jahren aussieht. Das auswärtige Amt sagt außerdem: Nepal ist, wenn man sich der Gefahren bewusst ist, weiterhin ein herrliches Reiseland.

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Elefant im Garten

In Reisebericht on 30. März 2009 at 3:35 pm

Elefant auf Ko Lanta
Eine kleine Insel namens Ko Lanta in Thailand bietet Abschnittsweise noch das echte Thai Leben. Während in Phuket die Luxuswohnungen für 1 Million $ auf beleuchteten Hochglanzplakaten entlang der Autobahn beworben werden, findet man auf Ko Lanta höchstens staubige Schilder entlang der einzigen nennenswerten Straße. Und leiht man sich einen der vielen zweifelhaften Mopeds und fährt die Straße entlang bis sie ins Land einbiegt, und folgt man dann den handgemalten Schildern zum „Elefant Ride“, erreicht man eine der „besten“ Attraktionen der Insel. Eine kleine Familie betreibt hier einen „Elefanten durch den Urwald reiten“ Betrieb mit zwei sehr sehr faulen Dickhäutern. Also besser Zeit einplanen, bis sich Dumbo dazu bequemt die anstrengende Last auf sich zu nehmen und lustlos durch den Urwald zu tapslen. Damit sich Dumbo überhaupt bewegt musste der zahnlose (gefühlte hundertjährige) Führer Lem eine alte Kokosnuss anzünden und mit dem schmorenden und dampfenden Gemüse aufgeregt hinter Dumbo hin und her winken. Aber auch das führte gerade mal zu einem behäbigen Trott mit gelegentlichen Fresspausen.

Das Land gehört tatsächlich der Familie, die sich mit diesen Elefantentouren einen gerade so erträglichen Lebensunterhalt erarbeitet. Gerade mal zwei Touristen am Tag beträgt in der Hochsaison die Auslastung – Zu Spottpreisen. Am Ende der Tour wandert man noch ein wenig durch den wirklich nicht urigen Urwald und besucht eine kleine Höhle mit Bademöglichkeit. Alles nicht wahnsinnig sehenswert, aber sehr charmant und sehr Thai. Liebevoll werden am Ende der Tour frische Wassermelonen gereicht und ein Erinnerungsfoto, schlecht ausgedruckt auf einem uralten Drucker kann für ein paar Euro erstanden werden. Mangels Rummel wird man von der gesamten Familie betreut und von den Kleinsten einfach mal schnell zum Spielkamerade umfunktioniert. Nur die mangelnden Sprachkenntnisse in Thai bleiben den Kleinen absolut unverständlich. Deswegen werden alle Spielanweisungen immer weiter wiederholt, in ansteigender Lautstärke!
Wie kann dieser dumme Riese diese einfache Spiel nicht verstehen…..?