weltreiselust

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Landeplatz der Engel

In Reisebericht on 21. Januar 2009 at 8:31 am

Zion Canyon Angels Landing
Eine jüdische Bezeichnung im Lande der Mormonen, rote Felsen und Grüne Bäume, Blauer Himmel und ein paar weiße Wolken. Das ist der Zion Canyon im Südwesten Uthas gelegen. Viele Touristen besuchen den Zion, wenige sehen wirklich wie schön dieser Nationalpark ist. Zum einen kommen die meisten im Sommer. Dann gibt es wenig Grün und kaum Wasser im Virgin River. Wesentlich schöner sind Herbst und Frühling, wenn das satte Grün sich kontrastreich von den tiefroten Felsen abhebt.

Der Standardtourist lässt sich von den Elektrobussen in den Park fahren, steigt an jeder Haltestelle für 5 Fotos aus und steigt wieder in den Bus.Das ist auch durchaus sehenswert, aber viele Highlights bleiben einem verborgen. Den um den Zion wirklich zu erleben muss man ihn erwandern. Es gibt wunderschöne Hikes, an Wasserfällen vorbei, an Seen entlang, hoch auf den Kamm des Canyon. Der berühmteste und schönste ist der Pfad zum Angels Landing (siehe Bild). Von dort schaut man hinunter auf den Virgin River, der sich ein langgestrecktes Tal entlang windet. Dieses sogenannte „Long Valley“ wurde schon Anfang des 20 Jarhunderts als Touristenattraktion ausgebaut und beherbergt auch die Einzige Unterkunft im Park.

Der Großteil des Parks bleibt unsichtbar, wenn man nur das Haupttal per Bus erkundet.Fährt man dagegen in Richtung Checkerboard Mesa, also in den östlichen Teil des Tales erwarten einen grandiose Aussichten. Beim Wandern in diesen einsamen Gebieten begegnet man nicht nur vielleicht einem Berglöwen, sondern auch faszinierenden Gesteinsformationen, die von Wind und Wetter aus dem weichen Sandstein geschliffen wurden. Ich empfehle wirklich sich eine oder zwei Nächte im schönen Springdale am nördlichen Taleingang zu übernachten und Wanderungen im Park zu unternehmen. Neben den Hauptattraktionen Emerald Pools (sehenswert), Narrows (Vorsicht im Sommer!) und Angels Landing, sollte man noch im Ostteil des Parks wandern. Diese sogenannten Backcountry Trails sind neu ausgebaut worden und sehr lohnenswert. Infos zu den Routen gibt es auf der offiziellen Seite des Parks.
Zion Cayon Felsen
Zion Canyon Himmel Utha USA
Blick auf den Zion Canyon

Einsamer Zocker in Mesquite

In Reisebericht on 13. Januar 2009 at 12:21 pm

Mojave Wüste außerhalb Las Vegas
Wenn man Las Vegas über die Interstate 15 verlässt und in die Wüste hinaus fährt – in Richtung Arizona -, dann verlässt man die Zone in der es sich leben lässt. Braune Sand- und Steinmassen bilden den Horizont. Aus der Mojave Wüste ragen Gesteinsriesen heraus. Der Moapa Peak ragt 6.400 Fuß über den wenigen Graßbüscheln und einzelnen Yukka Palmen in der roten Einöde. Das einzige Band des Lebens bildet der Virgin River, der stromaufwärts den Zion National Park erblühen lässt. Und entlang dieses mehr als kleinen Flusses haben zähe mormonische Siedler Siedlungen errichten lassen. Eine davon, an der Grenze zwischen Nevada und Arizona gelegen, ist Mesquite. Nicht nur die Lage mitten in der Wüste macht Mesquite zu etwas besonderen, acuh die Lage auf der Grenze zu Arizona. So gilt ab der Grenzlinie eine andere Zeitzone. Somit gehen die Uhren in einem Teil der Stadt um eine Stunde anders, als in einem anderen Teil.
Wenn man also nun die Interstate 15 entlang fährt erstrahlt Mesquite dank der großzügigen künstlich bewässerten Golfplätze in frischem Grün in einem Tal. Dank der Tankstelle und der ersten Möglichkeit nach der Grenze dem Glückspiel nachzugehen, haben sich zwei Hotels dort angesiedelt und bieten die üblichen Slotmaschines an. Dort sitzen die Rentner zum Teil im Rollstuhl und verzockten die magere Rente. Meistens gewinnt die Bank. Die Renter leben in der Stadt, in Straßen die Namen wie Smokey Lane oder Jackrabbit Street tragen.

Begeistert erzählt ein Fremder weißhaariger und langbärtiger Mann davon, dass er mit nur einem Quater Einsatz 1.500 $ gewonnen hat. Wie viele Quater er in die Slotmaschiene geworfen hat erzählt er nicht. Gekommen ist er aber gar nicht zum Spielen, sondern um Freunde zu besuchen. Denn davon leben sie auch, die Casinos in Mesquite. Von den Rentnerfreunden der Rentner die dort leben.

Jeder Tourist fährt durch diesen Ort, wenige halten an. Wenn sie das nächste mal dort sind, machen sie doch einen Stop. Und vieleicht gewinnt ja auch Ihr Quater.

Das Restaurant am Ende des Universums

In Reisetipp on 12. Januar 2009 at 10:08 am

Sonnenuntergang auf Ko LantaWenn man in Ko Lanta, den Klong Khong bis fast zum Ende geht, findet sich eine kleine Hütte direkt am Strand. Das letzte „Restaurant“ des Strandes. (Stimmt nicht ganz, dann kommt noch eine kleine Pauschaltouristenanlage nach ca. 40m Kokospalmen)

Dort in dieser kleinen Hütte betreibt eine wirklich nette kleine Familie eine Reisebüro- Bar- Restaurant Mischung. Die Speisekarte ist so klein wie die Hütte und es gibt nur vier Tische. Doch die Herzlichkeit der Gastgeberin und das leckere Essen machen die mangelnde Auswahl mehr als wett.Außerdem kann man dort noch die üblichen Schnorcheltouren buchen (3 Island ist übrigens besser als 4 Island) und außerdem noch einen Deal mit ihrem Onkel machen, der einen auf seinem Elefanten durch den Dschungel führt.
Wenn man dann dort sitzt, an einem wunderschönen Strand, der einsamer nicht geht – man mit gebrochenen Englisch mit der Köchin-Besitzerin-Reisekauffrau schwatzt und mit seinem 4 € Festmahl der Familie die Wocheneinkünfte sichert, dann hat man einen der schönsten Abende der ganzen Thailandreise vor sich.

Hier findet man das Hüttchen ungefähr

USA – Myrtle Beach, South Carolina

In Reisebericht, Reisetipp on 6. Januar 2009 at 8:43 am

In den USA ist Myrtle Beach jedem Kind ein Begriff. Da die USA alles bietet was ein Mensch an Urlaubszielen braucht (Strand, Berge, Wüste, Schnee, Städte…..) reist der Ami gerne im Land. Und eines der meistgesuchten Ziele ist Myrtle Beach im Bundesstaat South Carolina gelegen. Berühmt ist die Gegend vor allem durch die unglaubliche Anzahl von 100 (!) 18-Loch Golfplätzen im Stadtgebiet. Wobei man von Stadt kaum reden kann. Neben einer kleinen „sogenannten“ Innenstadt direkt am Strand verteilt sich der Rest der Stadt in diverse Wohngebiete aufgeteilt im Wald am Highway 17. Typisch Südstaaten. Die Wohnebiete sind abgegrenzt und durch Wald voneinander getrennt, wie eine Ansammlung von Dörfern in Deutschland. Der Amerikaner als praktischer Mensch macht daraus einfach trotzdem eine Stadt. Der Strand in Myrtle Beach ist sehr breit und schön, solangDer North Beach in Myrtle Beache man etwas abseits der „Innenstadt“ bleibt, da sich dort ein hässliches Hotel an das nächste reit. Die Einheimischen fahren daher an den North Beach, dort befinden sich nur kleinere Ferienhäuser auf stelzen hinter den Dünen und der lange Sandstrand ist meistens absolut leer.

Etwas abseits der Stadt liegt der sogenannte „Broadway at the Beach“, eine Art Unterhaltungszentrum. Dort findet man gute Restaurants, allerlei Geschäfte, Minigolf (unglaublich, das hat nichts mit deutschem Minigolf zu tun) und allerlei Spielmöglichkeiten für Kinder etc. Interessanterweise liegt der Broadway gar nicht am Beach…

Wer sich für Kultur oder Sportveranstaltungen interessiert sollte sich die etwas den Highway nach Westen gelegene Coastal Carolina University anschauen. Dort gibt es regelmäßige Kulturveranstaltungen und Football, Basketball, Baseball und Volleyballspiele. Außerdem ist der Campus sehr sehenswert, für alle die wissen wollen wie so eine Uni in der USA aussieht.

Zwischen der Coastal Carolina University und Myrtle Beach Downtown befinden sich direkt am Highway zwei nette Shopping Möglichkeiten. Zum einen ein Outlet Center, wo alle namenhaften Designer und Sportartikelhersteller Restposten zu Spottpreisen verkaufen, und eine gr0ße Shopping Mall.

Bangkok – Wie im Bazar

In Reisebericht, Reisetipp on 6. Januar 2009 at 8:19 am

Ein wirkliches Erlebnis für die Sinne ist ein Besuch in Bangkoks China Town. Steigt man am Phraya Express Boat Pier aus der Fähre kann man nach einigen 100 Metern rechter Hand in das Straßen und Lädengwirr abbiegen. Die engen Gassen, übChina Town Bangkokerdacht und dunkel, erinnern mich stark an Antalyas Bazars in den frühen 90’ern, vor der Pauschaltouristenflut. Überall hängen, stehen und stapeln sich Waren. Exotische Gewürze und Gerüche dringen an die Nase. Wenige Meter weiter türmen sich getrocknete Fische und Meeresfrüchte und verbreiten einen schrecklichen Gestank. Mitten in der Menge fahren Mofas und hüllen die Umliegenden in eine Abgashülle. Überall wird gehandelt, es wird aufgeregt in Thai geschnattert und kaum ein Tourist verirrt sich in diese Ecke Bangkoks.

Besonders mutige vGewusel in China Townersuchen einmal die dort angebotenen Spezialitäten, zu denen natürlich auch die obligatorischen Insekten gehören. Aber auch Ratten auf dem Spieß (Ein Bild für die hartgesottenen)Weniger mutige können bei fahrenden Händlern einfach frische Früchte kaufen. Wer die Asiatische Küche liebt findet hier eine riesige Auswahl der besten Gewürze, muss sich aber rein an seiner Nase orientieren. Die fertig abgepackte Gewürzmischung für den Pauschaltouristen gibt es hier sicher nicht.

Um den absoluten Kontrast zu diesem Gewusel aus Menschen und kulinarischen (un)möglichkeiten zu finden muss man nur ein paar Straßen weiter südlich das weltberühmte Oriental Hotel aufsuchen. Dieses begrüßt einen freundlich mit dem Schild „No traveller“, aber wer zahlt hat recht und deswegen saßen wir wenige Sekunden später in der ebenfalls berühmten und auf gefühlte 2°C heruntergekühlten Bamboo Bar. Dort gibt man für einen durchschnittlichen Cocktail mehr aus als für 3 Tage Ko Lanta, aber man darf Reich und Schön beim flanieren zuschauen. Wer diese beiden Welten so nah beieinander gelegen sieht, wird erschrocken sein. Aufgabe für alle die diesen Tip umsetzen wollen: Schaut mal wer glücklicher aussieht: Die Reichen und Aufgeschönten im Oriental oder die einfachen armen Thais und Chinesen ein paar Straßen weiter!

Schön auch der Bericht von Kahuna zum Thema.