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Straße der Krabben

In Reisetipp, Weltreise on 5. Juni 2009 at 10:31 am

Krabben in Auslage in San Francisco
Der Pier 39 in San Franciscos Hafen ist berühmt. Unter dem Namen Fisherman’s Wharf bekannt, siedelten hier anfang des 20. Jahrhunderts italienische Fischer und noch bis zum zweiten Weltkrieg wurde der Pier von Fischern genutzt. Der gesamte Hafen San Franciscos gehörte mal zu den größten der USA, bis die Piers und Fahrrinne zu klein für die großen Containerschiffe wurden, die nun Oakland auf der gegenüberliegenden Seite der Bay ansteuern. Nun ist der Fisherman’s Wharf eine Touristenattraktion, voller Geschäfte und ohne Charme oder Herz. Einzig alleine die bekannten Robben direkt am Pier sind charmant, scheren Sie sich doch weder um Ausflugboote oder Touristen. Sie haben sich dort einfach angesiedelt.

Reisetip

Geht man ein paar Meter Richtung Ghiradelli’s und Strand, nehmen die Touristenmassen plötzlich aus unerfindlichem Grund ab. Und man betritt einen Straßenzug, der doch sehr an Honkong oder Bangkog erinnert. Garküchen mit vollgestopften Auslagen und kleine offene Restaurants drängen sich nah aneinander. Angeboten wird frischer Fisch und Krabben, sowie der berühmte Clam Chowder. Diese Krabben und Fischsuppe wird in einem ausgehöhlten Brot serviert. Aus jeder Ecke dringt der Duft frisch angebratenen Knoblauchs, der zu den großen roten Dungen Krabben gereicht wird.

Die Straße der Krabben

Wenige Schritte weiter erreicht man schon das Ende dieser anderen Welt. Aber man ist ja in San Francisco. Schnell in die Straßenbahn (nicht Cable Car…) und man kommt nach Chinatown…..

Oasen in Hektik

In Uncategorized on 11. Mai 2009 at 4:18 pm

Badenburgsee am nymphenburger Schloss in München im Herbst
Nach Hawaii und dem Jemen erscheint es banal sich mit heimischen Zielen zu beschäftigen. Aber für den kurzen Wochenendtrip muss und kann man ja nicht immer in die Ferne fliegen.

Reisetip

Eines der lohnenswertesten Ziele ist dabei sicherlich München. Diese 1,4 Millionenstadt hat mit dem zweifelhaften Image zu kämpfen die Snobhauptstadt der Republik zu sein. Gleichzeitig trägt man am Volksmusikbalast doch schwer.
Abseits der ausgetretenen Pfade, also dort wo wir Individualreisenden uns am liebsten bewegen, findet man aber ganz viel Leben und noch mehr Gemütlichkeit. Während also die Busladung Japaner in den Autobahnraststätten-Biergarten am Chinesischen Turm im Englischen Garten pilgert, sitzt der Münchner ganz woanders um sein Bier zu genießen.Und wer wäre ich, wenn ich solche Geheimtipps meiner Heimatstadt nicht weiter geben würde! Heute also das oft vergessene München-Nymphenburg.
Der Nymphenburger Schloßpark gehört zu den schönsten Parkanlagen, die ich je gesehen habe. In der Mitte, direkt hinter dem Schloss findet sich ein sauber angelegter Zierpark, wie ihn jedes Schloss der Welt sein eigen nennt. Nimmt man allerdings den Eingang auf der ganz linken Seite und hält sich dann wieder links, dann kommt man in die Teile des Parks, die nur Einheimische kennen. Denn die auch hier üblichen Touristenmassen verirren sich selten in die tiefer im Park gelegenen Regionen, sondern bleiben im Zierpark und bei Problembär Bruno im Schlossmuseum.
Hällt man sich also links, so kommt man bald an eine kleine Siedlung an einem Stauwehr. Folgt man dem dort vorbeiführenden Kanal, so kommt man zum Badenburgsee. Hier finden sich unter alten Bämen zahlreiche Sitzgelegenheiten. Gerade im Herbst eine absolute Augenweide. Und schnell vergisst man, dass man sich Mitten in einer Millionenstadt befindet.
Während also langsam die Sonne untergeht und die Blätter rot färbt, wünscht man sich vielleicht zurück unter Menschen. Verlässt man den Park also dort, so man ihn betreten hat und hällt sich rechts, so kommt man in die Hirschgartenallee. Folgt man dieser Straße für ca 500m, so endet Sie in einem der schönsten und dem größten Biergärten Münchens, dem Hirschgarten. Hier findet man echtes Biergartenflair. Keine besoffenen australischen Touristen, keine Schulklassen und keine Seniorentouren. Den Bierkrug spült man gefälligst selbst und wer ein „Weizen“ statt ein Weißbier bestellt, wird nicht bedient…..
Am Ende des Tages spaziert man noch durch Lachnergasse und Co und freut sich über die Prachtvollen Jugendstilvillen in denen man selbst nie wohnen wird, da hier unter 1,5 Millionen nichts zu holen ist. Sollte doch ein Leser zu denen gehören, die sich das leisten können…dieser Blog braucht noch einen Mäzenen. Alle anderen dagegen werden wohl eher in die U-Bahn Richtung Hotel steigen und froh sein auf diesen Blogger gehört zu haben und München einmal „richtig“ erlebt zu haben.

BHirschgarten Biergarten in München