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Der singende Kellner

In Reisetipp on 15. Juni 2009 at 3:44 pm

Hard Rock Cafe

Reisetipp

Jack Baerow hat mich wieder an eine Anekdote erinnert. Ein der ersten viralen Marketingkampagnen ist ja das „Hard Rock Cafe StadtYX“ T-Shirt. Und selbstverständlich war auch ich als Globetrotter bereits in dem ein oder anderen Hard Rock Cafe dieser Welt. Zum Beispiel in Myrtle Beach, South Carolina. Dort hat das HRC die Form einer riesigen Pyramide. Geht man hinein wird man erstmal empfangen und wird an den Tisch gebracht. Bei unserem Besuch hatte sich der Empfangschef mit uns einen kleinen Scherz erlaubt. Wir sollen unbedingt nach „Andrew’s Special“ fragen, sobald unser Kellner kommt, raunte er uns ins Ohr. Offensichtlich hatte dieser Andrew nämlich eine Wette gegen den Empfangschef verloren. Wir folgten der Anweisung und siehe da, Andrew brach in lauten Gesang aus und tanzte den Snoopy Dance neben unserem Tisch. Man stelle sich das mal in einem deutschen Restaurant vor. In den USA endete es übrigens in spontanem Applaus!

Insider Tipp

Jack Baerow war im Hard Rock Cafe in München. Das liegt zwar direkt am Platzl, gegenüber dem Hofbräuhaus, aber das Essen ist wirklich lecker und sehr amerikanisch. Unbedingt empfehlen kann ich die Hot Wings, in der Hot Variante. Eingelegt in Tabasco Kein Must See ín Müchen, aber durchaus eine ernst zunehmende kulinarische Alternative im Zentrum

Das echte Leben

In Reisebericht on 13. April 2009 at 7:12 pm

Highway in South Carolina
Der Süden der USA ist anders als die touristisch bekannten Staaten wie Californien, Nevada oder Connecticut. South Carolina ist ein sumpfiger Küstenstreifen und ein bewaldetes Hinterland. An der Küste liegen ein paar touristischer geprägte Orte, wie Myrtle Beach oder Charleston. Aber bereits wenige Meilen landeinwärts beginnt die große Provinz. Startet man im bekannten Golferort Myrtle Beach und folgt dem Highway 17 Richtung Westen, so kommt man nach Conway. Ein Highway – eine Stadt. Wer auf dem Highway steht, sieht alle Häuser. Dahinter biegen Dirt Roads ab. Dort lebt der „White Trash“, echte „Rednecks“ in abgewrakten Trailerparks. Die Menschen dort haben nicht viel vom Leben bekommen und auch nichts mehr zu erwarten. Außer dem gelegentlichen Dosenbier und ausufernden Rassismus.
Die Lage der schwarzen Bevölkerung ist in South Carolina so wie in vielen anderen Bundesstaaten. Man bekleidet überwiegend niedere Posten und man fährt Bus. Ich stieg auch in so einen Bus ein, mehr als einmal. Fast immer war ich der einzige Weiße in diesem Bus. Bis auf eine Krankenschwester, die auch damit zur Arbeit fuhr. Die Busse waren alt und fuhren nur sehr unregelmäßig. Zu selten um als akzeptables Nahverkehrsmittel zu gelten. Dann stand man dort und wartete. Und einigte warteten nur um zum nächsten Job zu fahren.
Reich und Arm ist dieser Staat. Neben den Trailerbesitzern und Busfahrenden blüht der Golftourismus. Und wer sich niederlassen will um nur noch dem Hobby zu frönen, der kauft ein Haus in einer bewachten Wohnanlage. Mit Schranke und Wachschutz. 30 Häuser sind eine Neighborhood. Rund herum nur Wald. Ein paar Kilometer weiter die nächste Siedlung, verbunden nur über den Highway. Das nennt man dann Stadt. Immer wieder ein Golfplatz. Über hundert nur rund um Myrtle Beach.
South Carolina ist aber auch ein buntes Land, voller Blumen und riesigen Schmetterlingen. Es duftet nach Zedern und sehr oft nach der guten Südstaatenküche. Einflüsse aus der indianischen, afrikanischen und kreolischen Küche mischen sich zu einem würzigen und erstaunlich gesunden bunten Mischmasch. Die erhaltenen Relikte aus der Kolonialzeit bieten die wenigen bekannten touristischen Höhepunkte, meist entlang der wunderschönen einsamen Strände. Inländische Städte wie Florence sind absolut unbekannt, doch durchaus sehenswert. Es ist halt das echte amerikanische Leben, abseits der Hollywoodwelt. Es ist wie Bielefeld. Aber es lohnt sich anzuschauen, um zu sehen wie die Welt wirklich aussieht, in einem Land von dem man denkt man kennt es.

Brücke

USA – Myrtle Beach, South Carolina

In Reisebericht, Reisetipp on 6. Januar 2009 at 8:43 am

In den USA ist Myrtle Beach jedem Kind ein Begriff. Da die USA alles bietet was ein Mensch an Urlaubszielen braucht (Strand, Berge, Wüste, Schnee, Städte…..) reist der Ami gerne im Land. Und eines der meistgesuchten Ziele ist Myrtle Beach im Bundesstaat South Carolina gelegen. Berühmt ist die Gegend vor allem durch die unglaubliche Anzahl von 100 (!) 18-Loch Golfplätzen im Stadtgebiet. Wobei man von Stadt kaum reden kann. Neben einer kleinen „sogenannten“ Innenstadt direkt am Strand verteilt sich der Rest der Stadt in diverse Wohngebiete aufgeteilt im Wald am Highway 17. Typisch Südstaaten. Die Wohnebiete sind abgegrenzt und durch Wald voneinander getrennt, wie eine Ansammlung von Dörfern in Deutschland. Der Amerikaner als praktischer Mensch macht daraus einfach trotzdem eine Stadt. Der Strand in Myrtle Beach ist sehr breit und schön, solangDer North Beach in Myrtle Beache man etwas abseits der „Innenstadt“ bleibt, da sich dort ein hässliches Hotel an das nächste reit. Die Einheimischen fahren daher an den North Beach, dort befinden sich nur kleinere Ferienhäuser auf stelzen hinter den Dünen und der lange Sandstrand ist meistens absolut leer.

Etwas abseits der Stadt liegt der sogenannte „Broadway at the Beach“, eine Art Unterhaltungszentrum. Dort findet man gute Restaurants, allerlei Geschäfte, Minigolf (unglaublich, das hat nichts mit deutschem Minigolf zu tun) und allerlei Spielmöglichkeiten für Kinder etc. Interessanterweise liegt der Broadway gar nicht am Beach…

Wer sich für Kultur oder Sportveranstaltungen interessiert sollte sich die etwas den Highway nach Westen gelegene Coastal Carolina University anschauen. Dort gibt es regelmäßige Kulturveranstaltungen und Football, Basketball, Baseball und Volleyballspiele. Außerdem ist der Campus sehr sehenswert, für alle die wissen wollen wie so eine Uni in der USA aussieht.

Zwischen der Coastal Carolina University und Myrtle Beach Downtown befinden sich direkt am Highway zwei nette Shopping Möglichkeiten. Zum einen ein Outlet Center, wo alle namenhaften Designer und Sportartikelhersteller Restposten zu Spottpreisen verkaufen, und eine gr0ße Shopping Mall.