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Die Sprache des Herzens

In Reisebericht on 27. Februar 2009 at 9:38 am


Ein Besuch der Inselgruppe Hawaii führt automatisch zu einem Besuch einer Hula Vorführung. Unsereins denkt beim Hula vor allem an die Kokosnuss-Bikinis und weniger an die Geschichte und Tradition dieses Ausdruckstanzes. Denn was dort mit wenigen präzisen Handbewegungen und Schrittfolgen gezeigt wird, sind Geschichten und Überlieferungen aus der langen polynesischen Geschichte Hawaiis. Die meisten Hula Vorführungen, die man als Tourist zu sehen bekommt, sind eine Aneinanderreihung von Tänzen diverser polynesischer Inseln.
Auf Hawaii gab es nach einer langen Zeit des Verbots der traditionellen Tänze und im Rahmen der Amerikanisierung seit 1898 eine lange Zeit keine Hula Tänzer mehr. Erst seit ca. 1970 besinnen sich die Hawaiianer auf ihre Kultur zurück und haben den Hula Tanz wiederbelebt.
Wer Hawaii besucht sollte am besten Versuchen eine Karte für ein echtes Hula Festival zu bekommen, um die (möglichst) unverfälschte Hula Variante zu sehen und nicht die angekitschte Touristenvariante, die es in jedem Hotel regelmäßig zu sehen gibt. Die „Miss Aloha Hula“ wird immer auf dem Merry Monarch Festival gekührt und erfährt große Aufmerksamkeit in der Hawaiianischen Öffentlichkeit. Die aktuelle Miss Aloha Hula trägt den schönen Namen Kalimakuhilani Akemi Kalamanamana Suganuma. Hier ein Bericht über die Dame.

Reflexionen in Chicago

In Reisebericht on 24. Februar 2009 at 10:44 am

Cloud Gate in Chicago
Chicago ist im Nirgendwo. Irgendwo an der Grenze zum mittleren Westen. An einem See der eigentlich keiner ist. Die Stadt hat nichts, dass eine andere Stadt in den USA nicht hat. Es gibt hohe Häuser und es gibt kleine Häuser, an jeder Ecke einen GAP und von jedem Starbucks aus kann man den Nächsten sehen. Besonders ist allerhöchstens die Hochbahn, die allerdings vor allem laut und dukel ist. Und das wissen die Bewohner dieser trotzdem faszinierenden Stadt. Und deswegen haben Sie die Kultur für sich endeckt. Und tatsächlich ist die Museumszene sehr bemüht. Die Museen sind sehr sehenswert und das Shedd Aquarium gehört zu den besten des Landes.
Wie die Amerikaner so sind haben sie natürlich alle Museen praktischerweise in einer Region am South Loop zusammengefasst. Direkt um den Grant Park findet sich der Millenium Park, voller Skulpturen und ausgestattet mit einer riesigen Freiluftbühne. Das „Museum of contemporary Art“ bietet moderne Kunst. Und die Ausstellung „of contemporary Photography“ findet sich gegenüber in den Räumlichkeiten der Universität und wird von Studenten liebevoll betreut.

Trotz aller hohen Kunst um einen herum ist es ein einziges Exponat, dass jeden fasziniert. „Cloud Gate“ vom britischen Künstler Anish Kapoor. Diese spiegelnde bohnenförmige Skulptur läd zum Spielen ein. Jede Bewegung verformt und spiegelt. Man sieht nie die die Skulptur an sich, sondern nur das was sich darin spiegelt. Nicht zuletzt deswegen gehört „Cloud Gate“ seit 2006 zu den meistfotografierten Objekten weltweit.
Cloud Gate in Chicago
Cloud Gate in Chicago

Weltreise visuell

In Weltreise on 23. Februar 2009 at 4:39 pm

Krakau Wawel
Das Internet macht es möglich. Reisen nicht nur im Geiste per Buch und Blog, sondern auch visuell. Wie sieht es aus in Ulan Bator – was hat Antanarivo was Mexico City nicht hat? Was sehen andere Weltreisende? Die Plattform Flickr, Quell all meiner Bilder bietet die Möglichkeit jeden Ort der Welt zu besuchen. Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei sieht so aus. Und dank der Cluster schau ich mich noch in der ganzen mongolei um.
Warum schreib ich das? Na weil oben im Titel Inspiration steht. Wer weiss schon was es zu sehen gibt in Krakau? Und natürlich die endlose Inspirationsschleife.

Puka Dog

In Reisetipp on 19. Februar 2009 at 7:12 am

Das Logo von Puka Dog
Kulinarische Höhepunkte sind auf einer Reise nicht selten. Manchmal sind sie aber vor allem sehr unerwartet. So geht man nichts ahnend in ein langweiliges touristisches Einkaufszentrum auf Kauai, das Poipu Shopping Village, und findet vom Hunger getrieben einen kleinen Hotdog Stand. Mehr ein Bretterverschlag zwischen den netten kleinen Geschäften. Dort wird man mit einem freundlichen „Happy Puka Day“ begrüßt und bestellt einen Hotdog. Dieser ist allerdings nicht wie der IKEA Hotdog aus einem schlechten Würstchen, Ketchup und Unmengen an Röstzwiebeln zusammengesetzt, sondern wird mit einer frischen Mango Knoblauchsauce überzogen. Die Wurst ist scharf und die Sauce würzig. Dazu gibt es frisch gepresste Limonade. Definitiv einer der besten Sachen die ich je gegessen habe!

Gegründet wurde dieser Stand von einer Schweizerin und einem Amerikaner. Aus der Liebe für Essen und Malerei enstand ein ganz besonderer Laden. Zuerst war es nur ein kleiner Topf, aufgeschnallt auf einem Fahrrad, mitlerweile gibt es drei Niederlassungen und einen Enkel. Wer die liebenswerte Geschichte nachlesen will: hier gehts zur offiziellen Seite

Weltreise im Geiste

In Weltreise on 17. Februar 2009 at 4:58 pm

Lesen
Welchen der 193 Staaten der Erde will man bereisen? Wie will man reisen? Welche Erlebnisse blühen einem wenn man in Bolivien reist. Banditen oder Lächeln, Todesmut oder entspannte Lässigkeit.
Was lohnt sich, was will man erleben? Vieles hat man auch schon gesehen, will man nochmal in den eigenen Spuren wandern?

Informationen kann man sich im Web holen. Blogs und Weltreiseforen gibt es zu Hauff, doch die Inspiration bleibt auf der Strecke. Ich will im Geiste reisen und nicht die Visabestimmungen von Kambodscha erfahren.
Daher bleibt nur das gute alte Buch. Papier ist gemütlich und auf der Couch am Abend kann das Gedankenkino angeworfen werden. Man reist mit den Pionieren. Diese wählen auch schon tausendmal begangene Pfade, aber für den noch nie weltgereisten sind es Pioniere. Mutige Macher die Mut machen.

Eine Auswahl der wichtigsten Inspirationsquellen für mich: (Erhältlich bei Amazon, Buch.de usw.)

Abgefahren. In 16 Jahren um die Welt.
Besser geht es kaum. Sie fahren los um per Motorrad nach Japan zu reisen. 16 Jahre später tuckern Sie mit einem selbstgebauten Bot zhurück nach Köln. Gejagt von chinesischen Regierungsbeamten, durch Täler voller Banditen, durch Schlamm von Flüssen.
Eine Reise durch die Welt und ganzer Abschnitt eines Lebens. Und am Ende „schaffe schaffe Häusle baue“. Ich finde ein Must-have!

Der Traum von Afrika. Eine Frau, ein Fahrad – die Freiheit.
Warum nicht. Einen guten Job im Consulting aufgeben. Auf ein Fahrad setzen, auch wenn man seit Jahren nicht mehr Rad gefahren ist, und einfach mal durch Afrika fahren, von Marokko nach Tansania.
Es ist mehr der Kampf mit der Natur als das Leben in Afrika, dennoch fasziniert die Geschichte sehr.

Endlich weg. Über eine Weltreise zu zweit.
Gut situierter Spiegel Redakteur macht schnellreise. Nur vier Monate und nicht mit Rucksack sodnern mit Kreditkarte. Aber sehr gut geschriebene Geschichten, wie sie nur ein Journalist erlebt. Dazu gewürzt mit ein paar philosophischen Reflexionen über das Reisen an sich.

Über weitere Tips freue ich mich natürlich sehr!