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China in den Straßen

In Uncategorized on 8. Februar 2009 at 9:39 am

Chinesischer Mann in San Francisco China Town

Chinesen gehören in jeder Stadt in den USA zum festen Repertoire. In New York ist das original Chinatown aber mittlerweile nicht mehr in Manhatten zu finden. In Los Angeles gibt es ein paar Straßen, gestaltet für Touristen und ausgestattet mit ein paar gelangweilten asiatischen Geschäftsleuten, die den üblichen Nepp verkaufen. Geht man in San Francisco durch das „Dragon Gate“ so erwartet einen genau die selbe tourisische Verkaufsveranstaltung.
Ein paar Straßen abseits aber findet man keine kitschigen roten Lampions, sondern dafür echte Chinesen. Plötzlich tauche ich ein in eine andere Welt, mitten in der so sympatischen amerikanischen Stadt. Die Schilder an den Geschäften kann ich nicht mehr lesen, die Auslagen der Läden breiten sich unordentlich auf den Bürgersteig aus. Menschenmassen wuseln die Straßen entlang. Ausgebreitet sieht und riecht man exotische Gewürze. Dinge deren Ursprung ich lieber nicht wissen will werden in Gläsern und Tuben als Medizin angeboten. Nicht nur die Farbe der Häuser blättert ab, auch die Armut der Menschen nimmt zu. Traurige Augen blicken auf die wenigen Touristen, die sich hierher verirren. Der Rauch der Zigaretten nimmt oft den Atem. Dennoch verströmt dieser Ort eine besondere Stimmung. Ein Heim für die Menschen hier, geschaffen weit weg von Zuhause. So ist der Mensch, er baut sich seine eigene Welt gefangen in dem was er von klein auf kennt.

Geschäfte in China Town San Francisco

Diese Welt ist abgeschottet. Das Gefühl kommt auf, dass so manche der Menschen hier ihr Viertel noch nie verlassen haben. Skeptische Blicke begleiten mich auf dem Weg durch die Straßen. Ich gehe einen Schritt weiter und verlasse China innerhalb von fünf Schritten. Die Gerüche hängen noch an mir, als ich um die Ecke in die Wolkenkratzer des Financial District biege. Keine Chinesen mehr weit und breit, dafür ein Starbucks und Menschen im Anzug. Das ist die Welt in der ich zuhause bin. Welche Welt würde ich mir bauen?

Gemüse und Gewürze in China Town

Bangkok – Wie im Bazar

In Reisebericht, Reisetipp on 6. Januar 2009 at 8:19 am

Ein wirkliches Erlebnis für die Sinne ist ein Besuch in Bangkoks China Town. Steigt man am Phraya Express Boat Pier aus der Fähre kann man nach einigen 100 Metern rechter Hand in das Straßen und Lädengwirr abbiegen. Die engen Gassen, übChina Town Bangkokerdacht und dunkel, erinnern mich stark an Antalyas Bazars in den frühen 90’ern, vor der Pauschaltouristenflut. Überall hängen, stehen und stapeln sich Waren. Exotische Gewürze und Gerüche dringen an die Nase. Wenige Meter weiter türmen sich getrocknete Fische und Meeresfrüchte und verbreiten einen schrecklichen Gestank. Mitten in der Menge fahren Mofas und hüllen die Umliegenden in eine Abgashülle. Überall wird gehandelt, es wird aufgeregt in Thai geschnattert und kaum ein Tourist verirrt sich in diese Ecke Bangkoks.

Besonders mutige vGewusel in China Townersuchen einmal die dort angebotenen Spezialitäten, zu denen natürlich auch die obligatorischen Insekten gehören. Aber auch Ratten auf dem Spieß (Ein Bild für die hartgesottenen)Weniger mutige können bei fahrenden Händlern einfach frische Früchte kaufen. Wer die Asiatische Küche liebt findet hier eine riesige Auswahl der besten Gewürze, muss sich aber rein an seiner Nase orientieren. Die fertig abgepackte Gewürzmischung für den Pauschaltouristen gibt es hier sicher nicht.

Um den absoluten Kontrast zu diesem Gewusel aus Menschen und kulinarischen (un)möglichkeiten zu finden muss man nur ein paar Straßen weiter südlich das weltberühmte Oriental Hotel aufsuchen. Dieses begrüßt einen freundlich mit dem Schild „No traveller“, aber wer zahlt hat recht und deswegen saßen wir wenige Sekunden später in der ebenfalls berühmten und auf gefühlte 2°C heruntergekühlten Bamboo Bar. Dort gibt man für einen durchschnittlichen Cocktail mehr aus als für 3 Tage Ko Lanta, aber man darf Reich und Schön beim flanieren zuschauen. Wer diese beiden Welten so nah beieinander gelegen sieht, wird erschrocken sein. Aufgabe für alle die diesen Tip umsetzen wollen: Schaut mal wer glücklicher aussieht: Die Reichen und Aufgeschönten im Oriental oder die einfachen armen Thais und Chinesen ein paar Straßen weiter!

Schön auch der Bericht von Kahuna zum Thema.