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Traumziele: Wenn der Fluss in der Kalahari versickert

In Reisebericht, Reisetipp on 13. November 2009 at 5:06 pm


Fast alle Flüsse dieser Welt fließen irgendwann in ein Meer. Nicht so der Okawango. Dieser mächtige Strom entspringt dem Hochland von Bié in Angola und zieht sich über 1.700 km durch den roten Kontinent. Zwischen Angola und Südafrika liegt das wunderschöne Botswana, eines der wenigen wirklich stabilen Länder Afrikas.
Dort fließt der Okawango in die Kalahari Wüste und zerfasert zu einem riesigen Delta. Das sogenannte Okawangobecken erstreckt sich auf unglaubliche 15.000 km² und bildet inmitten der kahlen und trockenen Kalahari eine Insel des Lebens.

Diese Insel des Lebens unterliegt aber stark dem Rhythmus der Jahreszeiten. Während in Angola Regenzeit herrscht wird der Fluß aufgefüllt und die Wassermassen schieben sich langsam nach Süden. Es kann Monate dauern bis sie in das Delta fließen und dort die tausenden von Flussarmen mit Wasser versorgen. Nach einer Zeit des Überflusses trocknet dann das Delta wieder aus, so dass sich nur in tiefen Senken und den Hauptflussbecken überhaupt Wasser halten kann. Während im Norden der Fluss also fast überquillt, mangelt es im Süden an Wasser.

Im Oktober und November, wenn die Trockenheit am größten ist, konzentrieren sich die Tiere rund um die verbliebenen Wasserstellen. Wasserbewohner wie Nilpferde und  Krokodile treffen auf Antilopen, Löwen und Elefanten. Die zahlreichen Fische im Delta werden in kleinen Senken zusammengedrängt und bieten reiche Nahrung für die zahlreichen Vögel im Delta.

Als Tourist kann man nur per Flugzeug oder Mokoro-Einbaum das Delta erkunden. Abgeschiedene Lodges oder einsame Zeltplätze auf Delta Inseln stehen als Unterkunft zur Verfügung. Botswana ist eher teuer, da die Regierung den Tourismus stark über den Preis reguliert.

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