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Themenreihe: Socotra – Ein Radabenteuer auf der Insel des Glücks

In Uncategorized on 8. Mai 2009 at 1:50 pm

AndyH und Anita und Ihre Räder im Jemen
Ausgerüstet mit reisetauglichen Fahrrädern, einem heimtückischen Benzinkocher, einer eher unbrauchbaren Landkarte und den notwendigsten Lebensmitteln brach Gastautor AndyH im März 2007 auf, um das ‚Galapagos des indischen Ozeans‘ auf eigene Faust zu erkunden. Ergebnis war dieser tolle Gastbeitrag (in Auszügen) zur Themenreihe „Fernweh-Träume“

Reisebericht

Die Mittagshitze treibt Unmengen an Schweiß aus jeder einzelnen Pore unserer Körper, die voll bepackten Reiseräder bewegen sich träge an der ausgesetzten Bergstraße Richtung Dixam-Plateau hoch und nach wenigen Höhenmetern enden wir völlig ausgelaugt im staubigen Straßengraben, der uns die einzige schattige Möglichkeit bietet der sengenden Mittagssonne zu entkommen. Eigentlich dumm, zu dieser Tageszeit die steile Piste ins Hochland in Angriff zu nehmen, zudem Socotra in etwa auf demselben Breitengrad wie Banglaore in Indien oder Barbedos in der Karibik liegt. Anfang Mai klettern hier die Tagestemparaturen auf jenseits der 40 Grad Marke…
Was treibt einen zu solch einer Jahreszeit auf eine kleine, unscheinbare Insel im indischen Ozean, die einerseits dem Jemen angehört – einer – schenkt man den unzähligen Reisewarnungen diverser westlicher Quellen Glauben – potentiell gefährlichen Reisedestination im Zentrum der vermeintlichen „Achse des Bösen“ und andererseits geografisch näher am bürgerkriegsgeschüttelten Somalia liegt – inmitten der derzeit am piratenverseuchtesten Gewässer der Weltmeere? Es war an einem verregneten Sonntag im Jänner 2007. Anita und ich sitzen gemütlich im Caféhaus und blättern ziellos in einigen aufliegenden Naturmagazinen. Plötzlich tippt mir meine Holde auf die Schulter und zeigt wortlos auf eine Doppelseite. Ich blicke auf bizarr anmutende Drachenbäume, die majestätisch vor einer sanft hügeligen Steppenlandschaft prangen. Weiße, kilometerlange Sandstrände vor türkisblauem Meer werden von unzähligen Wasservögeln bevölkert, Fußspuren im Sand sucht man vergebens. Fruchtbare, palmenbesäumte Flusstäler schlängeln sich durch enge Kalksteinschluchten. Meine Gedanken schweifen zwischen Namibia, Westaustralien und Mexiko. Weit gefehlt, wir haben die Insel Socotra entdeckt, das „Galapagos des indischen Ozeans“.
Shoab – Schnorcheln mit Delfinen

„Das müssen mindestens sechzig Delfine sein! Es ist unbeschreiblich!“. Anita kann es nicht glauben! Gleich drei Delfinschulen, jede mit etwa 20 Tieren, begleiten uns während der Bootsfahrt an den Strand von Shoab. Wir springen mit unseren Taucherbrillen ins Wasser, elegant gleiten die graziösen Meeressäuger unter uns durch. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis! Salem, unser Bootsfahrer, muss viel Geduld aufbringen. Immer wieder wollen wir ins Wasser zu unseren quiekenden Freunden, denn so etwas widerfährt einem nicht oft im Leben. Unser netter Kapitän nimmt es gelassen, scheinbar verhalten sich alle Touristen ähnlich. Der alte Mann spricht zwar kein Wort Englisch, es entsteht jedoch auf Anhieb ein sehr herzliches Verhältnis zwischen uns. Es ist wunderbar zu beobachten, wie glücklich und zufrieden er mit seinem Dasein als einfacher Fischer – und mittlerweile auch als Touristenführer – zu sein scheint. Auf seinem wettergegerbten, faltigen Gesicht liegt immer ein freundliches Lächeln, seine Augen strahlen Güte und Warmherzigkeit aus.

Den ganzen Artikel kann man hier lesen.

  1. Wow, das ist mal ein Reisebericht =). Toller Bericht und wunderbare Bilder dazu, lohnt sich wirklich ganz zu lesen und ein bischen dabei fern zu träumen. Abenteuer erlebt nur, wer auf Reisen geht :)…

    Schönes Wochenende wünscht Kessi

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