weltreiselust

Einsamer Zocker in Mesquite

In Reisebericht on 13. Januar 2009 at 12:21 pm

Mojave Wüste außerhalb Las Vegas
Wenn man Las Vegas über die Interstate 15 verlässt und in die Wüste hinaus fährt – in Richtung Arizona -, dann verlässt man die Zone in der es sich leben lässt. Braune Sand- und Steinmassen bilden den Horizont. Aus der Mojave Wüste ragen Gesteinsriesen heraus. Der Moapa Peak ragt 6.400 Fuß über den wenigen Graßbüscheln und einzelnen Yukka Palmen in der roten Einöde. Das einzige Band des Lebens bildet der Virgin River, der stromaufwärts den Zion National Park erblühen lässt. Und entlang dieses mehr als kleinen Flusses haben zähe mormonische Siedler Siedlungen errichten lassen. Eine davon, an der Grenze zwischen Nevada und Arizona gelegen, ist Mesquite. Nicht nur die Lage mitten in der Wüste macht Mesquite zu etwas besonderen, acuh die Lage auf der Grenze zu Arizona. So gilt ab der Grenzlinie eine andere Zeitzone. Somit gehen die Uhren in einem Teil der Stadt um eine Stunde anders, als in einem anderen Teil.
Wenn man also nun die Interstate 15 entlang fährt erstrahlt Mesquite dank der großzügigen künstlich bewässerten Golfplätze in frischem Grün in einem Tal. Dank der Tankstelle und der ersten Möglichkeit nach der Grenze dem Glückspiel nachzugehen, haben sich zwei Hotels dort angesiedelt und bieten die üblichen Slotmaschines an. Dort sitzen die Rentner zum Teil im Rollstuhl und verzockten die magere Rente. Meistens gewinnt die Bank. Die Renter leben in der Stadt, in Straßen die Namen wie Smokey Lane oder Jackrabbit Street tragen.

Begeistert erzählt ein Fremder weißhaariger und langbärtiger Mann davon, dass er mit nur einem Quater Einsatz 1.500 $ gewonnen hat. Wie viele Quater er in die Slotmaschiene geworfen hat erzählt er nicht. Gekommen ist er aber gar nicht zum Spielen, sondern um Freunde zu besuchen. Denn davon leben sie auch, die Casinos in Mesquite. Von den Rentnerfreunden der Rentner die dort leben.

Jeder Tourist fährt durch diesen Ort, wenige halten an. Wenn sie das nächste mal dort sind, machen sie doch einen Stop. Und vieleicht gewinnt ja auch Ihr Quater.

  1. Da war ich auch mal🙂 Hab damals bei Denny’s gefrühstückt. Aber da hatte ich in Las Vegas schon genug gespielt.
    Ist aber wirklich surreal mit den grünen Golfplätzen.

    gruß
    Jusse

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